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Raumfahrt knt on 29 Sep 2006

Weltraumtouristin wohlbehalten gelandet

Nach einer Woche an Bord der Internationalen Raumstation ISS ist die erste Weltraumtouristin, die US-Unternehmerin Anousheh Ansari (40), wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Die Sojus- Kapsel mit Ansari und den beiden Langzeit-Astronauten Pawel Winogradow und Jeff Williams landete zielsicher im Planquadrat in der kasachischen Steppe. “Miss Universum” erhielt nach der Landung Blumen, einen Kuss vom Ehemann sowie ein dickes Lob von russischen Wissenschaftlern für ihre Forschungen in der Schwerelosigkeit.

Zurück auf der Erde wurde Ansari nach Kommandant Pawel Winogradow als zweite aus der Kapsel getragen. Wegen der Kälte an dem klaren Morgen bekam sie sofort einen wärmenden Schlafsack. Danach überreichte ihr Ehemann Hamid nicht nur einen riesigen Strauß Rosen, sondern auch einen gelben Apfel. Die US-Raumfahrtbehörde NASA übertrug die Landung live. Der dritte Heimkehrer, US-Astronaut Williams, sprach vom “Flug seines Lebens”. Anschließen hielten sich alle drei Raumfahrer an den Händen und beglückwünschten sich.

Winogradow und Williams hatten ein halbes Jahr als Langzeitbesatzung auf der Internationalen Raumstation ISS gearbeitet. Von Juli an bekamen sie Unterstützung vom deutschen Astronauten Thomas Reiter. Die drei bildeten das erste Langzeit-Trio auf der ISS seit dem Absturz der Raumfähre Columbia im Februar 2003, bei dem alle sieben Astronauten an Bord ums Leben gekommen waren.

Ansari ist US-Bürgerin persischer Herkunft und verstand ihren Flug auch als Zeichen einer Annäherung ihrer beiden verfeindeten Heimatländer USA und Iran. Ihr Vermögen verdiente sie im ersten Internetboom vor sechs Jahren. Die ganze Familie der 40-Jährigen ist ähnlich raumfahrtbesessen wie sie.

Vor Ansari hatten bereits drei Männer als Laien-Astronauten das Abenteuer Welltall zum Preis von umgerechnet 16 Millionen Euro gewagt. Ansari war am 20. September mit der 14. Langzeitbesatzung auf der ISS eingetroffen und hatte im All unter anderem erforscht, weshalb Astronauten in der Schwerelosigkeit unter Blutarmut (Anämie) und Rückenschmerzen leiden.

MMORPG knt on 29 Sep 2006

Aus der Traum: Runestone geht an Seed zu Grunde

Der dänische Entwickler Runestone hat sich an seinem gewaltfreien Science-Fiction-Online-Rollenspiel Seed überhoben und ist am Ende. In einem offenen Brief an die Fangemeinde erklärte Runestone-Chef Lars Kroll Kristensen, dass man keinen Publisher oder Partner habe finden können, um die nötigen Mittel zur Fertigstellung des bereits in einer geschlossenen Testphase befindlichen Seed zu erhalten.

Raumfahrt knt on 22 Sep 2006

Thomas Reiter: “Es ist ein Traum”

“Es ist eigentlich ein Traum”, ist das Fazit von Astronaut Thomas Reiter zur Halbzeit seiner Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation (ISS). “Man ist hier oben und man fragt sich manchmal: Ist das denn wirklich wahr?”, funkte der erste deutsche Langzeitastronaut heute ins Europäische Astronautenzentrum (EAC) in Köln. Jede freie Sekunde nutzt Thomas Reiter nach eigenen Angaben um den wunderschönen Ausblick auf die Erde und den Sternenhimmel zu genießen. Beeindruckend zu sehen seien besonders auch Gewitter auf der Nachtseite der Erde. Es vergehe eigentlich kein Überflug, auf dem nicht Gewitter zu beobachten seien. Auch sei es “einfach fantastisch, das Gefühl der Schwerelosigkeit zu erleben”.

Thomas Reiter an Bord der ISS; Rechte: AP Photo/NASA

Seit Juli hält sich Thomas Reiter auf der ISS auf, seine Rückkehr ist für Dezember 2006 geplant. Reiter, der bereits 1995 fast ein halbes Jahr auf der russischen Raumstation MIR verbrachte, zeigte sich beeindruckt von der Größe der ISS: “Es ist ein überwältigendes Gefühl, wenn man sieht, wie groß die Raumstation ist.” Sein Arbeitsalltag bestehe vor allem aus Experimenten und Wartungsarbeiten, für Heimweh habe er noch keine Zeit gehabt. Allerdings räumte er ein, dass er nach drei Monaten doch eine Menge vermissen würde, zum Beispiel seine Leibgerichte. Alles in allem sei aber das Essen oben im Weltall nicht schlecht.

Chemieunfall auf der ISS mit Routine bewältigt

Zur Sprache kam auch der Chemieunfall an Bord der ISS am vergangenen Montag. Er war nach den Worten von Thomas Reiter wesentlich weniger dramatisch, als es vielleicht auf der Erde wahrgenommen wurde. “Wir haben die Situation sehr schnell im Griff gehabt. Es war eine Situation für die wir Astronauten wieder und wieder ausgebildet wurden.” Wegen plötzlich auftretender Dampfschwaden und eines unangenehmen Geruchs hätten er, der russische Kosmonaut Pawel Winogradow und der NASA-Astronaut Jeffery Williams vorübergehend Atemschutzmasken anlegen müssen und dann Entwarnung gegeben. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung habe es nicht gegeben.


Audio Stimmen aus dem All
[WDR2 Zwischen Rhein und Weser; 2′26]


Audio Astronaut Thomas Reiter zur Halbzeit auf der ISS
[WDR aktuell; 2′16]

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Weitere Shuttle-Flüge notwendig

Die Zitterpartie des “Atlantis”-Fluges ist zu Ende. Ein wichtiger Flug für den Ausbau der ISS, denn die Besatzung der “Atlantis” hat unter anderem ein neues Sonnensegel mitgebracht und montiert. Will die NASA wie versprochen den Ausbau bis 2010 beenden, dann muss bald der nächste Shuttle starten. Nach den Worten von NASA-Programmdirektor Wayne Hale sind sechs Shuttle-Flüge in schneller Reihenfolge nötig, um wichtige Komponenten wie das europäische Raumlabor “Columbus” auf die ISS zu bringen. Nach dem dritten erfolgreichen Shuttle-Flug seit dem Absturz der Columbia 2003 gibt sich die NASA wieder zuversichtlich: “Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, die Raumstation in der vorgesehenen Zeit auszubauen”, sagte Hale.

Schon Anfang Dezember will die US-Raumfahrtbehörde mit der Raumfähre “Discovery” zur ISS starten. Die “Discovery”-Crew soll bei ihrem Aufenthalt auf der ISS das gesamte Kabelsystem auf Vordermann bringen. Die Raumfähre wird dann auch den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der ISS abholen. Die “Atlantis” soll nach den Worten von Shuttle- Programmdirektor Wayne Hale das nächste Mal im Februar 2007 zur ISS fliegen.

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Ausstieg dauert

Nach der Landung dauert es noch rund 45 Minuten, bis die fünf Männer und eine Frau aussteigen dürfen. Vor dem Öffnen der Luke zum Cockpit wird die Raumfähre erst auf giftige Gase untersucht. Danach nimmt ein Arzt eine Voruntersuchung der Raumfahrer vor. Nach dem Aussteigen umrundet die Crew traditionell ihren Orbiter.

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Bremsfallschirm geöffnet

und der Shuttle kommt am Ende der 4.500 Meter langen Landebahn des Kennedy Space Centers in Florida zum Stehen.

Atlantis kurz nach der Landung; Rechte: AP Photo/NASA TV

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Touch down!

Touch down, Rechte: AP Photo/POOL, Chris O'Meara

Auch bei Nacht: Die “Atlantis” ist sicher in Florida gelandet.

Atlantis im Landeanflug; Rechte: dpa

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Nachtlandung in Florida

Noch ist es dunkel auf dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral.

Blick aus dem Atlantis Cockpit; Rechte: AP Photo/ Nasa TV
Blick aus dem Cockpit der “Atlantis” kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn.

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Shuttle über Mexiko

Noch 1.400 Meilen (2.250 Kilometer) muss die “Atlantis” zurücklegen bis sie in Cape Canaveral in Florida zur Landung ansetzt. Noch hat die Raumfähre eine Geschwindigkeit von 12.000 Meilen pro Stunde (19.000 Kilometer pro Stunde).

Raumfahrt knt on 21 Sep 2006

Atlantis im Rückwärtsgang

Die amerikanische Raumfähre Atlantis hat mit dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre begonnen. Die sechsköpfige Crew zündete um 11.14 Uhr MESZ rund zweieinhalb Minuten lang die Haupttriebwerke, um die Geschwindigkeit abzubremsen. Die Atlantis flog deshalb wie im Rückwärtsgang mit dem Heck voran in Richtung Erde.

Eine halbe Stunde nach dem Zünden werden nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA die ersten Auswirkungen der dichteren Erdatmosphäre bemerkbar. Die Raumfähre fliegt dann wie ein Gleitflugzeug eine Kombination aus Wellen und S-Kurven, um die Geschwindigkeit weiter zu drosseln. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida ist um 12.21 Uhr MESZ vorgesehen.

Nach der Entdeckung kleinerer mysteriöser Objekte in der Nähe des Shuttle und wegen schlechten Wetters hatte die NASA die zuletzt für Mittwoch geplante Landung verschoben, weil sie eine Beschädigung des Hitzeschildes befürchtete. Bei den Untersuchungen der Raumfähre konnte aber nichts Verdächtiges festgestellt werden.

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