ESA News knt on 31 Oct 2008
ESA-Technologie mit Gammastrahlen hilft „schmutzige Bomben“ zu finden
Dank der Unterstützung durch einen von der britischen Regierung und der ESA geförderten Technologietransfer gelang einem Unternehmen aus Großbritannien die Entwicklung eines Geräts zur Entdeckung und Identifikation von radioaktivem Material, das - mit konventionellem Sprengstoff vermischt - in „schmutzigen Bomben“ enthalten ist. Das Gerät basiert auf dem beim Astronomiesatelliten Integral der ESA eingesetzten Gammastrahlenteleskop.
Acht Teams aus sechs Ländern beteiligten sich am Endausscheid des Lunar Robotics Challenge auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa. Die ESA hat erstmals Studenten europäischer Universitäten eingeladen, mit selbst entworfenen Robotern für künftige Mondmissionen in den Wettstreit zu treten.
Vom Entstehen ganzer Sterne und Planeten sieht die Wissenschaft bisher nur die Abfallprodukte – riesige Staubwolken im All. Ein neues europäisches Teleskop namens Herschel soll einen Blick dahinter möglich machen. Ein weiteres Teleskop – Planck – soll einen Rückblick in die Jugendjahre unseres Universums erlauben.
Walter Flury, einer der weltweit renommiertesten Spezialisten auf dem Gebiet der Erforschung von Weltraummüll, ist zum Ehrenmitglied der Schweizerischen Raumfahrt-Vereinigung SRV ernannt worden.
Der Fehler im Führungs- und Navigationssystem der russischen Raketenoberstufe Breeze KM ist identifiziert. Das teilte die für die Rockot-Rakete zuständige russische Behörde mit. Die Anomalie hatte am 7. September zum Aufschub des Starts von Europas Earth Explorer GOCE ins All geführt.
Indien stieg in nur drei Jahrzehnten zur sechsten Raumfahrtmacht der Welt auf. Nun will das Land erstmals den erdnahen Raum verlassen und mit Chandrayaan 1 den Mond erkunden. Mit dabei: Drei wissenschaftliche Geräte der ESA. Die Europäische Weltraumorganisation unterstützt die indische Mondmission auch bei der Bestimmung der Flugbahn und der Archivierung der gewonnenen Daten.