Ich habe gerade die Alpha Centauri Folge “Warum ist nicht Nichts?” (07.06.06) gesehen. Eine sehr interessante Ausführung zu dem Thema. Aber ist es wirklich Konsequent bis zum Ende gedacht?

An einem Punkt vergleicht Herr Lesch das einwertige Nichts vor dem vielwertigem Universum mit einem vollkommen Strich und die Geburt des Seins mit einer Schwankung in diesem Strich. Er setzt ausserdem vorraus, dass es Natur-Gesetze gegeben hat - mindestens ein Selektions-Gesetz das zur Folge hatte das die Schwankung nicht sofort wieder ausgeglichen wurde.

Nun frage ich mich: Was hat das Selektions-Gesetz erzeugt durch das die Schwankung überlebt hat? Zu dem Zeitpunkt an dem Nichts existiert hat können auch keine Naturgesetze (die ja 1. etwas sind und 2. das Verhalten von Existenz beschreiben) existiert haben. Was hat diese Schwankung erzeugt, und was hat den Erzeuger der Schwankung erzeugt?

Solange das Prinzip der Kausalität besteht, kann ich unendlich lang zurück fragen und werde immer ursprünglichere Zustände finden, da ich jedesmal erneut nach der Ursache, der Ursache fragen kann. Wenn es also doch einen Ursprung gegeben hat, so ist der nur in einem Zustand zu finden in dem Kausalität noch nicht gegolten hat.

Irgendwann hat also ein Zustand geherrscht der keine Ursache, aber eine Wirkung hatte. Dieser Zustand war der Ursprung des Lebens, des Universums und des ganzen Rests.

Über den Ursprung läst sich nicht mehr Aussagen als ich in dem vorherrigen Absatz getan habe (es existierte, es hatte keine Ursache; es hatte eine Wirkung). Sobalt ein Zustand noch eine weitere Eigenschaft neben der Kausalität hat (wie z.b. eine Farbe, Dichte, etc.) gibt es eine Ursache für diese Eigenschaft - und damit gibt es einen ursprünglicheren Zustand.

Alles was sich über diesen Zustand noch herrausfinden läst ist, welche Wirkung er gehabt hat. Die nächste Frage ist also: Was kam als zweites?