Eine nicht planmäßig eingezogene Antenne hat beim Andockmanöver eines unbemannten russischen Raumfrachters an die Internationale Raumstation ISS Probleme bereitet. Die Situation im All sei “nicht einfach, aber auch nicht dramatisch”, teilte eine Sprecherin der russischen Raumfahrtbehörde in Moskau mit. Mit Hilfe von Kameras analysierten Spezialisten auf der Erde das Problem im All. Es bestand die Gefahr, dass die Antenne das Festmachen des Frachters an die Station behindert. Bis zum Abend sollten die Astronauten Anweisungen zur Lösung des Problems erhalten.

Der Raumfrachter vom Typ Progress hatte am Nachmittag planmäßig die ISS erreicht, auf der auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter arbeitet. Die Verbindungsstelle zwischen Raumstation und angekoppeltem Fluggerät muss hermetisch abgedichtet sein, ehe die Luke der ISS geöffnet werden darf. Anderenfalls droht in der Raumstation ein gefährlicher Druckverlust.

An Bord des Raumfrachters befinden sich frisches Obst und andere Lebensmittel, Treibstoff sowie Geschenke für die Dauerbesatzung, zu der neben Reiter der Russe Michail Tjurin und der Amerikaner Michael Lopez-Alegria gehören.